Punkt 7 Stadtrundgang 2020
DREIFALTIGKEITSKIRCHE UND EHEMALIGE JÜDISCHE SYNAGOGE
Die aus der Spätgotik stammende heutige Pfarrkirche stellt den letzten sichtbaren Rest des 1268 gegründeten innerstädtischen Augustinerklosters dar, das 1802 aufgehoben und einige Jahre später abgebrochen wurde. Neben dem aus der St. Michaelskirche in Zug (CH) stammenden Mobiliar verdienen vor allem die 1417/18 auf Wunsch von König Sigismund, der zur Konzilzeit dort Quartier bezogen hatte, angefertigten Wandmalereien besondere Beachtung. Während des Konstanzer Konzils war das Kloster 1417/18 Tagungsort für die spanische Konzilnation und beherbergte auch einige Kardinäle. Südöstlich (unterhalb) des Sakralbaus stand bis zu seiner verbrecherischen Zerstörung durch die SS (10. November 1938) „der große und heilige Bau der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz". 1966 wurde das Ruinengrundstück von einem jüdischen Geschäftsmann nüchtern überbaut. Das neue Hochhaus beherbergt derzeit u.a. einen kleinen Gebetssaal (Zugang auf Anfrage möglich) sowie die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek (JUDAICA) der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz.
| Ort | Konstanz |
| Autor | MTK_2019 |
| Kategorien | Kirche/Kloster Synagoge |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Dagmar Schwelle |
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| Zugeordnete Touren | Stadtrundgang in Konstanz |