Ratzengraben
Wir befinden uns an einer kleinen Ruheoase, dem Ratzengraben: Früher ein Ort für eine Ruderpartie, mittlerweile in einen naturnahen Bachlauf renaturiert. Vor allem im Sommer laden die schattigen Plätze zum Verweilen ein.
Der Ratzengraben wurde im 14. Jahrhundert als Hochwasserschutz angelegt. Einst trafen sich am Kiener des Ratzengrabens die Frauen aus der ganzen Stadt, Töchter, Mägde und Gesinde, um Wäsche zu waschen.
Und hier erfuhr man Klatsch und Tratsch. Es wurde zur Gewohnheit, sich beim Wäschewaschen die Zeit mit allerlei Geschichten über den ganzen Flecken, die ganze Stadt zu vertreiben. So wurde die eine oder andere „schmutzige Wäsche“ gewaschen.
Aber auch der Flachs wurde hier „gerôtzt“. Dazu wurde der Flachs in den Bach gelegt. Durch die Verrottung lösten sich die Fasern vom umgebenden Pflanzengewebe. Das war wichtig, um später ein schönes Leinengarn für den Barchent, ein Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen bzw. Flachs, zu erhalten.
| Ort | Biberach an der Riß |
| Autor | Tourismus Biberach |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Brücke/Fluss |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
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| Urheber | Alexander Kohler |
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