Recha Saalfeldt um 1853
Recha kam am 23. September 1853 als drittes von sieben Kindern der Familie Levy in Segeberg zur Welt und besuchte hier die
Mädchenschule an der Marienkirche.
1868 zog die Familie nach Lübeck. 1881 heiratete sie hier den
Maler und Lackierer Salomon Saalfeld. Nur ein Jahr später kam ihr einziges Kind auf die Welt, der Sohn Albert. Dieser ging später beruflich nach Berlin und heiratete dort. 1914 wurde hier die Tochter Ruth geboren, Recha war damit Großmutter. Doch 1917, mit nur 35 Jahren, fiel Albert im 1. Weltkrieg als einer der 100 000 jüdischen Soldaten. 1935 starb Rechas Mann und sie ging in Lübeck in ein jüdisches Altersheim neben der Synagoge. Sie erlebte deren Schändung in der Pogromnacht direkt mit, hatte den Zwangsnamen „Sara“ anzunehmen und wurde 1942 nach Hamburg gebracht. Von hier aus gingen im Juli dieses Jahres zwei Transporte nach Theresienstadt. Die fast 89 Jahre alte Frau starb hier am
10. September 1942 unter den unerträglichen Lagerbedingungen. Sie ist das älteste Segeberger Opfer der Nazis.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
| Kategorien | Tourismus Erinnern Synagoge |
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| Bildquelle | Kalkberg Archiv |
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