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1754 2024
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Schnackenburg 1754

Geschichte der Stadt Schnackenburg mit Filmbeitrag von 1974

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Die Stadt Schnackenburg blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Erstmalig 1218 mit dem gleichnamigen Adelsgeschlecht in Urkunden erwähnt wird Schnackenburg seit 1373 ausdrücklich als Stadt bezeichnet. Der Name Schnackenburg geht auf das niederdeutsche Wort Snack für Schlange zurück. Ursprünglich zur Mark Brandenburg gehörend wurde die “Schlangenburg” entweder bereits 1390 bei der Eroberung der Stadt durch das Herzogtum Lüneburg zerstört oder später im Dreißigjährigen Krieg zwischen 1618 und 1648. Schnackenburg ist eines der wenigen deutschen Worte, bei dem der Vokal vor dem “ck” lang gesprochen wird.

Die Stadt selbst war über die Jahrhunderte immer wieder Überschwemmungen durch Deichbrüche und verheerenden Feuersbrünsten ausgesetzt. Der letzte große Brand von 1728 hat die Stadt bis auf die romanische Backsteinkirche vollständig zerstört. Die danach aufgebaute neue Stadt mit zahlreichen schmuckvoll verzierten Fachwerkhäusern steht heute aufgrund ihrer geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung unter Denkmalschutz. Das es einmal sogar Torhäuser in Schnackenburg gab ist im Stadtwappen erkennbar. Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts gab es einen Fährbetrieb über die Elbe zwischen Schnackenburg und dem gegenüberliegenden Lütkenwisch in Brandenburg. Mit der Elbfähre “Ilka” wurde diese historische Verbindung nach der Wende wiederbelebt. Die erste Brücke über den Aland wurde im 19. Jahrhundert errichtet, um die fruchtbaren Wiesen auf dem Alandwerder für das Vieh nutzen zu können. 

Durch die besondere Lage an Aland und Elbe war Schnackenburg von jeher von der Schifffahrt und dem Zoll geprägt und brachte der Stadt Wohlstand. Das zeigt sich unter anderem im herrschaftlichen Zollhaus am Marktplatz und in der Ausstattung der um 1200 erbauten und dem Schutzpatron der Schiffer und Kaufleute geweihten St.-Nicolai-Kirche. Die barocke Kanzel, der Altar und der schwebende Taufengel wurden 1727 von Schnackenburger Bürgern gestiftet. Besondere Bedeutung bekam der Zoll während der innerdeutschen Teilung bis 1990. Im Zuge der neuerlichen Grenzsituation wurde in Schnackenburg eine Zollschiffstation, eine Grenzkontrollstelle und der Grenzaufsichtsdienst eingerichtet. Für die Vielzahl an Binnenschiffen auf dem Weg nach Westberlin wurde 1965 ein neuer Schutzhafen gebaut, welcher heute für Sportboote genutzt wird.

Im Deutschlandspiegel von 1974 wurde ab Minute 3:00 über das damalige Leben in Schnackenburg berichtet: https://digitaler-lesesaal.bundesarchiv.de/video/28908/687357

Seit der Gebietsreform von 1972 sind die Orte Gummern, Kapern und Holtorf Teil von Schnackenburg. Die ersten schriftlichen Erwähnungen der Ortsteile stammen aus dem 14. Jahrhundert. Neben einer Reihe von Baudenkmalen sind in Holtorf die spätmittelalterliche Kirche aus dem 13. Jahrhundert und die neoromanische Basilika in Kapern sehenswert.

© 2026 Stephan Prieß

 

The city of Schnackenburg looks back on an eventful history. First mentioned in documents in 1218 with the noble family of the same name, Schnackenburg has been expressly referred to as a town since 1373. The name Schnackenburg comes from the Low German word snack for snake. Originally belonging to the March of Brandenburg, the “Schlangenburg” was either destroyed in 1390 when the city was conquered by the Duchy of Lüneburg or later in the Thirty Years’ War between 1618 and 1648. Schnackenburg is one of the few German words in which the vowel before the “ck” is pronounced long.

Over the centuries, the city itself was repeatedly exposed to flooding due to breaches in dikes and devastating fires. The last major fire in 1728 completely destroyed the city except for the Romanesque brick church. The new town that was subsequently built with numerous ornately decorated half-timbered houses is now a listed building due to its historical and urban significance. The fact that there were once even gatehouses in Schnackenburg can be seen in the city's coat of arms. Already at the beginning of the 17th century there was a ferry service across the Elbe between Schnackenburg and Lütkenwisch in Brandenburg. With the Elbe ferry “Ilka”, this historical connection was revived after the fall of the Wall. The first bridge over the Aland was built in the 19th century so that the fertile meadows on the Alandwerder could be used for livestock.

Due to its special location on the Aland and Elbe, Schnackenburg has always been influenced by shipping and customs and brought prosperity to the city. This can be seen, among other things, in the stately customs house on the market square and in the furnishings of the St. Nicolai Church, built around 1200 and dedicated to the patron saint of boatmen and merchants. The baroque pulpit, the altar and the floating baptismal angel were donated by citizens of Schnackenburg in 1727. Customs became particularly important during the division of Germany until 1990. As a result of the new border situation, a customs ship station, a border control point and the border surveillance service were set up in Schnackenburg. A new protective harbor was built in 1965 for the large number of inland vessels on their way to West Berlin, which is now used for pleasure boats.

The Deutschlandspiegel from 1974 reported on life in Schnackenburg at that time from minute 3:00: https://digitaler-lesesaal.bundesarchiv.de/video/28908/687357

Since the regional reform of 1972, the towns of Gummern, Kapern and Holtorf have been part of Schnackenburg. The first written mentions of the districts date back to the 14th century. In addition to a number of architectural monuments, the late medieval church from the 13th century and the neo-Romanesque basilica in Kapern are worth seeing in Holtorf.

© 2026 Stephan Prieß

Ort Schnackenburg
Autor Stephan
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