Station 9 Bundesfestung
Station 9 Die Bundesfestung
Abrissarbeiten der Bundesfestung im Juni 1912. Was vor 70 Jahren begonnen wurde zu bauen, wird nun wieder eingerissen. Zu eng ist das Korsett um Ulm gelegt worden, zu überholt sind bereits viele der Mauerwerke.
Die Arbeiter beseitigen auf dem Bild gerade das Bahntor der Südbahn.
Die von 1842-1859 erbaute Bundesfestung war zu Zeiten ihrer Fertigstellung die größte Festungsanlage Europas. Durch ihren Bau erlebten Ulm und Neu-Ulm einen Aufschwung. Tausende von Schanzern wurden angeworben, die Wirtschaft florierte. Das Militär war aus dem Ulmer Alltag nicht mehr wegzudenken.
Die Ware:
In der Folge entstand auf der Neu-Ulmer Seite eine Lederwarenfabrikation, welche vor allem Helme produzierte, die im Kaiserreich noch überwiegend aus Leder bestanden. Gürtel, Gamaschen, Pistolentaschen und vieles mehr aus Leder wurden seit 1871 in der Firma Römer hergestellt. Der Gründer Johann Römer Senior war einer der renommiertesten Persönlichkeiten Neu-Ulms und wurde vom Prinzregent Luitpold von Bayern zum Königlich Bayrischen Kommerzienrat ernannt. Wenn du über die Eisenbahnbrücke gehst und über die Villenstraße die Glacis-Anlagen erreichst, dann siehst du die imposante Römervilla.
Heute lebt der Name übrigens in der Marke Britax-Römer fort und ist vor allem für Kindersitze bekannt.
Die Währung (falls du dir nicht die Tasche mit Waren und Währungen abgeholt hast, schau mal in das Video rein):
Das 6-Kreuzer Stück ist keine spezielle Ulmer Währung, da im 19. Jahrhundert keine Münzen mehr geprägt wurden. Trotzdem ist sie ein Symbol für die neue Zeit unter Württembergischer Herrschaft. Auf einer Seite befindet sich die Königskrone und das Württembergische Landeswappen.
Der Wert:
Ein Schanzer hatte einen durchschnittlichen Tageslohn von 46 Kreuzern. 8 Kreuzer kostete ein Maß Bier. 60 Kreuzer ergaben einen Gulden.
Das Quiz:
In welchem Jahr endete offiziell auf dem Papier der Festungsstatus für die Ulmer Anlagen. Der Förderkreis Bundesfestung Ulm erhält alle Umbauten und Erweiterungen, die bis zu diesem Jahr vorgenommen wurden.
a 1895
b 1938
c 1957
Auflösung Station 8:
Antwort c
Das Ende der letzten Tabakfabrik Bürglen im Jahr 1932 kam durch die Kinderlosigkeit des letzten Inhabers.
„Diese Führung ist in Kooperation mit dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und durch die Finanzierung des Interreg-Projekts „Transdanube Travel Stories“ entstanden“
| Ort | Ulm |
| Autor | Ulm Touren App ... |
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