Tankstelle um 1920
Tankstelle um 1920
Mit der Zunahme des Automobilverkehrs stieg auch der Bedarf an Tankstellen. Im Hintergrund auf der linken Seite ist eine Shell-Tankstelle zu sehen. Die Zapfsäulen wurden am Bürgersteig aufgestellt, das Benzin befand sich in einem Tank, der in die Straße eingelassen war. Durch eine Pumpe in der Mitte der Säule wurde der Kraftstoff per Hand in den Tank des Autos gefördert. Diese „Eiserne Jungfrau“ war schon in den bis heute charakteristischen Shell-Farben Gelb und Rot angemalt.
Auf der rechten Seite ist das Logo BV-Aral (Benzol Verband) mit Hammer und Schlägel zu sehen. Was haben die alten Bergmannszeichen aber mit Benzin zu tun? Die ursprüngliche Firma, eine Kokerei aus der der heutige Konzern Aral gewachsen ist, hatte ihren Sitz im heutigen Gelsenkirchen. Im Zuge der petrochemischen Verarbeitung fiel das Abfallprodukt Benzol an. Dieses wurde in den 20er Jahren zu Ottokraftstoff weiterverarbeitet und durch die Zusätze von Additiven klopffest gemacht. Der Benzolverband war in den 1920er Jahren einer der größten Kraftstoffvertriebe in Deutschland ohne eine ausländische Beteiligung.
| Ort | Sankt Ingbert |
| Autor | Stadt St. Ingbert |
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| Urheber | Hönemann |
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