Universität Freiburg um 1930
Gleichschaltung der Hochschullandschaft - Auszüge
TU Braunschweig
1933 Gleichschaltung der Hochschule: Die TH verliert in der Frühzeit des NS-Regimes fast 20 Prozent ihres Lehrkörpers.
https://www.tu-braunschweig.de/die-tu-braunschweig/chronik
TU Berlin
Ab 1933 hielt der nationalsozialistische Gedanke auch in der Technischen Hochschule Berlin Einzug. Die Diskriminierung und Vertreibung jüdischer oder kritischer Wissenschaftler – zu ihnen zählten auch Gustav Hertz und Georg Schlesinger, der Wegbereiter der modernen Produktionswissenschaften und zusammen mit Albert Einstein der Mitbegründer des Technion Haifa – bildet das dunkelste Kapitel in der Geschichte der Hochschule.
https://www.tu.berlin/ueber-die-tu-berlin/geschichte/historie-der-universitaet/
RWTH Aachen
Gleichschaltung zwischen Zwang und Freiwilligkeit
Der Prozess der "Gleichschaltung" nach dem 30. Januar 1933 traf gerade bei den Technischen Universitäten und Hochschulen auf vergleichsweise geringen Widerstand - so auch in Aachen. Am 24. April 1933 stellte sich die ohnedies rechtslastige "Studentenschaft" unter eine "nationale Führung". Bis 1935 waren alle Verbindungen aufgelöst, ihr Besitz den NS-Organisationen einverleibt. Vom Lehrkörper war bis auf Ausnahmen keine Opposition zu erwarten. Die Mehrheit der Techniker und Naturwissenschaftler gab sich - bei einer nach rechts tendierenden Grundhaltung - traditionell tagespolitisch abstinent. Seit dem 28. Oktober 1933 galt das "Führerprinzip" auch an der TH. Infolgedessen verlor sie bis April 1935 weitgehend ihre Selbstverwaltungsrechte und wurde einer streng hierarchischen Organisationsstruktur unterworfen.
Ein Straßenzug in Aachen:
http://www.archiv.rwth-aachen.de/web/rea/Seite/Bildergalerie/gesch_45/aachen_36.htm
http://www.archiv.rwth-aachen.de/web/rea/Seite/geschichte_45.htm
Aufarbeitung der NS-Zeit an der Universität Tübingen
Die NS-Zeit stellt das dunkelste Kapitel der Tübinger Universitätsgeschichte dar. Viele Professoren begrüßten 1933 die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten. Die große Mehrheit war durch aktive Mitarbeit an der Konsolidierung und Stabilisierung der NS-Herrschaft beteiligt. Auch am Tübinger Beispiel zeigt sich, dass der Nationalsozialismus an den deutschen Universitäten nicht auf eine kleine Tätergruppe reduziert werden kann.
https://uni-tuebingen.de/universitaet/profil/geschichte-der-universitaet/aufarbeitung-ns-zeit/
Uni Mannheim
1933 gliederten die nationalsozialistischen Machthaber die Hochschule in die Universität Heidelberg ein. Von den 14 jüdischen Dozenten der Handelshochschule überlebten nur drei den Holocaust. Unter den Opfern ist auch der Leiter des Psychologischen Instituts und Rektor der Handelshochschule Otto Selz. Die Otto-Selz-Straße, die vom Osten ausgehend um die Universität führt, erinnert an den anerkannten Erforscher von Denkprozessen.
| Ort | Freiburg im Breisgau |
| Autor | Digitalisierung... |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern Schule/Bildung Rekonstruktion |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | Gemeinfrei |
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| Zugeordnete Touren | Gleichschaltung der Hochschulen |