Ursulinenhof
Ursulinenhof, später „Unkeler Hof“
Das ehemalige Gasthaus am Willy-Brandt-Platz hat eine weit zurückreichende Geschichte. Älteste bekannte Eigentümer des ursprünglich bis zur Lühlingsgasse reichenden Grundbesitzes war die Familie Speensetzer von Unkel im 16. Jahrhundert. Ab 1694 ist das Ursulinenkloster zu Köln hier Eigentümer. Die Ursulinen errichteten 1732 den Ursulinenhof als Verwaltungssitz für ihr Weingut. Nach der Säkularisation der kirchlichen Güter 1803 erwarb die Kölner Familie Philipp von Monschaw das Gebäude als Wohnsitz. Mitte des 19. Jahrhunderts baute Johann Josef Clasen das Gebäude in einen Gasthof mit großem rückwärtigem Saal für 150 Gäste um. Er unterhielt ab 1846 die erste Poststelle in Unkel. Im 20. Jahrhundert wertete Christian Stuch sen. den Gasthof zum „Hotel-Restaurant Stuch“ auf. Neben dem „Winzerverein am Markt“ spielte sich hier das gesellschaftliche Leben in Unkel ab. Zu der Zeit war das schöne Fachwerk noch hinter einer Putzschicht verborgen. Das Ehepaar Wallmeyer führte den Betrieb in den Zwischenkriegsjahren unter dem Namen „Unkeler Hof“ fort. 1949 wurde der Saal in ein Kino, die „Freiligrath-Lichtspiele“ verwandelt. Es bestand bis 1971. Während des Touristenbooms in den 1960-er und 1970-er Jahren war der „Unkeler Hof“ einer der beliebtesten Gasthöfe. Als der Ansturm verebbte stellte das Gastwirtsehepaar Knapheide den Gastbetrieb ein und verkaufte den „Unkeler Hof“ in türkische Hand.
| Ort | Unkel |
| Autor | Unkel |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Stadtarchiv, Bild A006 |
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