Viergiebelhaus 2012
Viergiebelhaus
Die ehemalige „14-Nothelfer-Vikarie“ ist unter der treffenden Bezeichnung „Viergiebelhaus“ bekannt. Das beschreibt die Bauweise dieses Fachwerkhauses am Corneliaweg 1, das bis heute seine äußere Gestalt bewahrt hat. Pfarrer Gottfried Eschenbrender ließ das Gebäude 1714 als Vikarie errichten. Der Vikar sollte für die neu gegründete 14-Nothelfer-Bruderschaft und das noch zu gründende Kloster zuständig sein. Die Vikarie war mit Dotationen gut ausgestattet. Zu dem Gebäude gehörte ein 1100 qm großer Garten, in dem u.a. Wein angebaut wurde. Ein Großteil der Nutzfläche ist in dem 1934 angelegten katholischen Friedhof aufgegangen. Das heutige angrenzende Gartengrundstück liegt auf dem zugeschütteten Stadtgraben. Die Stadtmauer führte hart an der Vikarie vorbei. Bis zum Tode des letzten hier wohnhaften Vikars Johannes Holler 1877 wurde das Gebäude bestimmungsgemäß genutzt. Es blieb im Besitz der Kirche. Fortan wohnten hier aktive oder ehemalige Bedienstete der Pfarrei, so ab 1945 der Kirchenschweizer Willi Arens mit Ehefrau und sieben Kindern. Er betrieb im Erdgeschoss seinen Friseursalon. Sehenswert ist die alte Haustüre mit schönem Türklopfer.
| Ort | Unkel |
| Autor | Unkel |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | eigene, Bild HG006 |
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