Villa Neven DuMont 1890
Villa Neven DuMont
Bis in die 1970-er Jahre wurde die „Von-Werner-Straße“ auf ihrer Nordseite von dem Gebäude-komplex des Kölner Industriellen und Verlegers August Libert Neven beherrscht. Er hatte 1872, bald nach Eröffnung der rechtsrheinischen Eisenbahnlinie, ein ausgedehntes Areal nördlich der Unkeler Altstadt erworben. Er ließ sich eine repräsentative Stadtvilla mit zwei Türmen erbauen und einen Park anlegen. Hinzu kamen ein Kutscherhaus, Stallungen, Wirtschaftsgebäude und ein Personal- und Gästehaus. Als er das Kölner Verlagshaus DuMont übernahm, integrierte er diesen Mädchennamen seiner Ehefrau Christine DuMont in ihren Familiennamen und nannte sich Neven DuMont. Das Ehepaar verbrachte hier seine Freizeit und fühlte sich in Unkel sehr wohl. Dankbar und großzügig schenkten sie der Gemeinde ein neu geschaffenes Krankenhaus, das heutige Altenheim „Christinenstift“. Nach dem Tod der Eltern führte Sohn Alfred Neven DuMont und Tochter Elisabeth von Werner die segensreiche Unterstützung Unkels in vielfältiger Weise fort. Die Straße ist nach Elisabeth von Werner benannt.
Nach dem Tod Elisabeths 1945 verlor die Villa ihre Bedeutung für die Kölner Familie und stand lange leer, ehe sie 1978 abgebrochen wurde. Das Personal- und Gästehaus sowie die Wirtschaftsgebäude dienten der Genossenschaftsbank Unkel bis 1974 als Geschäftsstandort für das Bank- und Raiffeisengeschäft, ehe auch diese Gebäude abgebrochen wurden.
Der Parkplatz vor der Volks- und Raiffeisenbank liegt auf einem Teil des ehemaligen Parkgeländes.
| Ort | Unkel |
| Autor | Unkel |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern Abriss |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Stadtarchiv, Bild A004 |
| Urheber | |
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| Bildquelle Vergleichsbild | eigene, Bild A028 |
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