Villa Profitlich 1912
Villa Profitlich
Der Inhaber der Pelzveredelungsfabrik Ernst Profitlich (1855-1919) ließ 1909/10 durch den Berliner Architekten Wilhelm Freiherr von Tettau eine auf der Stadtmauer stehende repräsentative Villa errichten. Sie steht auf dem bis zur Rheinfront reichenden Fabrikgelände. In der Fabrik wurden zwischen 1873 und 1914 Kaninchenfelle so veredelt, dass sie einem Seal oder Zobel täuschend ähnlich sahen und ein Kürschner aus dem fertigen Produkt einen feinen Pelzmantel nähen konnte. Die Nachfrage war sehr groß.
Die Villa Profitlich weist zeittypische Jugendstilelemente auf. Die Raumaufteilung und Inneneinrichtung sind noch in wesentlichen Teilen erhalten. Das Gebäude ist weiter in Familienbesitz. Nach dem 2. Weltkrieg fanden mehrere Personen zeitweise Aufnahme in dem großen Haus, u.a. der aus dem italienischen Exil zurückgekehrte Dichter Stefan Andres.
| Ort | Unkel |
| Autor | Unkel |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Stadtarchiv, Bild A003 |
| Urheber | |
| Zugeordnete Touren | Altstadt Unkel Old Town of Unkel Vieille ville d'Unkel |