Villa Rabenhorst
Villa Rabenhorst, Rabenhorststr. 4
Oskar Lauffs (1837-1888) verlegte seine Kellerei mit Weinhandel 1885 von Oberwinter nach Unkel, nachdem bereits seit 1805 zwei Generationen das Gewerbe am alten Standort betrieben hatten. Um 1890 ließ sein Sohn Alexander die repräsentative Villa im Stil des Historismus an der damaligen Provinzialstraße erbauen. Sie dient noch heute, äußerlich unverändert, inmitten der modernen Produktions- und Lagerstätten als Firmensitz des „Hauses Rabenhorst“. Durch architektonisch behutsame Anbauten findet die gesamte Verwaltung in dem Gebäudekomplex Platz. Unter der Villa befindet sich der historische „Burgenkeller“, in dem die alten Gussstahltanks nach Rheinburgen benannt sind. Zwei alte eingebaute Holzfässer sind erhalten, deren Spundwand mit reich geschnitzten Wappenmotiven geschmückt ist. Seit der Zeit um 1900 ist es dank der Erfindung Louis Pasteurs möglich, unerwünschte Gärung zu unterbinden und Traubensaft haltbar und transportabel zu machen. Alexander Lauffs entwickelte seine Saftkreationen „Rabenhorster Rebenmost“, die vor allem mit der Marke „Rotbäckchen“ bekannt wurde. Parallel zu dem Ausbau der Saftproduktion erlangte der Rotwein „Unkeler Funkeler“ einen legendären Ruf. Nach dem 2. Weltkrieg bauten die Brüder Günther und Walter Lauffs den Betrieb stark aus. Durch die Reformbewegung, die auf gesunde, naturbelassene Ernährung setzt, erhielt die Nachfrage nach hochwertigen Frucht- und Gemüsesäften großen Auftrieb. Heute zählt die Firma Rabenhorst zu den weltweit renommiertesten Herstellern auf dem Sektor der gesunden Ernährung.
| Ort | Unkel |
| Autor | Unkel |
| Kategorien | Stadtbild |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Stadtarchiv, Bild A002 |
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