Walter Schmidt um 1927
Am 17. Oktober 1923 kam Walter Schmidt in Flensburg zur Welt. Er war das zweite von fünf Kindern der Familie. Schnell wurde deutlich, dass Walter schwerbehindert war. 1927 zog Familie Schmidt nach Bad Segeberg, Walters Vater Hermann arbeitete als Lehrer und wurde zur Dahlmannschule versetzt. 1935 gaben die Eltern Walter nach Lübeck in die renommierte Vorwerk-Einrichtung.
Hitler ordnete nach Kriegsbeginn die Euthanasie behinderter Menschen an. Auch wenn dieses Tötungsprogramm nach Protesten offiziell eingestellt wurde, lief die Euthanasie weiter. Im März 1942 planten die Nazis die Räumung des Heims für verwundete Soldaten und zivile Bombengeschädigte. Auch Walter sollte in das Euthanasie-Vorhaben aufgenommen werden. Durch den schlimmen Bombenangriff auf Lübeck am 28. März 1942 stoppten die Nazis die ganze Aktion umgehend. Jede weitere Beunruhigung der Lübecker Bevölkerung sollte vermieden werden. Dadurch überlebte Walter zunächst, jedoch unter unmenschlichen Bedingungen, vor allem in der Versorgung mit Nahrung. Im Juli 1945 starb Walter mit der verlogenen Diagnose „Magenschwäche“. Der junge Mann war schlichtweg verhungert.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
| Kategorien | Tourismus Erinnern Synagoge |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Kalkberg Archiv |
| Urheber | |
| Zugeordnete Touren | Die Geschichte der Juden in Bad Segeberg |