Zu Schifffahrt in Rgb. 2020
Die Donau als Handels- und Schifffahrtsweg
Die Donau war wohl bereits zur Kelten- und Römerzeit ein wichtiger Transport- und Verkehrsweg[1], wenngleich sie militärisch dahingehend nicht von Bedeutung war, dass bisher keine eigene Flottenabteilung nachgewiesen werden konnte.[2] Dass aber mithilfe des Flusses eine natürliche Grenze zum jenseitig liegenden Gebiet bestand, darüber bestehen keine Zweifel.
Im Mittelalter hatte Regensburg durch die Lage an gleich mehreren Flüssen – es münden der Regen und die Naab in die Donau – eine verkehrspolitisch gesehen günstige Lage. Im frühen Mittelalter war der Zustand der – zumeist von den Römern erbauten und seitdem nicht mehr sanierten – Landstraßen schlecht, sodass zum Warentransport häufig auf Wasserwege ausgewichen werden musste, deren drei in Regensburg zusammentreffen. Durch seine Lage an der Donau konnte Regensburg als Fernhandelsstadt prosperieren, da Städte wie Konstantinopel gut erreichbar waren. [3]
Die Donau ist eine wichtige Ost-West-Verbindung[4] und die Bedeutung der Stadt nahm zu, nachdem im Jahr 1992 der Rhein-Main-Donau-Kanal eröffnet wurde.[5] Letztendlich werden somit die Nordsee und das Schwarze Meer bzw. das östliche Mittelmeer mithilfe von Wasserwegen quer durch Europa verbunden. Der Kanal mündet bei Kelheim in die Donau. Neben der wirtschaftlichen Nutzung als Wasserstraße für Containerschiffe wird die Donau auch mit zahlreichen Flusskreuzfahrtschiffen befahren, die häufig auch in Regensburg Halt machen und deren Gäste dann die Altstadt besuchen.
Der Bedeutung Regensburgs und der Donau als Handels- und Schifffahrtsweg wird mit dem Schifffahrtsmuseum Rechnung getragen, bei dem zwei am Donauufer festgemachte Schiffe von 1923 bzw. 1942 besichtigt werden können.[6] PR
Um zum nächsten Punkt des Rundgangs zu gelangen, müssen wir noch etwas am Ufer richtung Steinerne Brücke, bis zum forderen Schiffsanlegeplatz gehen.
Jetzt bist du dran! (Didaktische Fragen GYM):
Was bedeutet es für Regensburg, dass viele Flusskreuzfahrschiffe hier Halt machen? Wägt positive und negative Aspekte gegeneinander ab.
Warum erbauten die Römer ihr Legionslager an einem Fluss? Bedenkt dabei, wie die Lage jenseits der Donau war. Wer lebte dort?
Welche Vorteile bot der Transport von Waren zu Wasser im Mittelalter gegenüber dem Transport zu Land?
Literatur:
[1] Lang, Peter: Regensburg. Gestern und Heute, Regenstauf, 2017, S.10.
[2] Dietz, Karlheinz, Fischer, Thomas: Regensburg zur Römerzeit. Von Roms nördlichster Garnison an der Donau zur ersten bairischen Hauptstadt, Regensburg 2018, S. 124.
[3] Rappert, Klaus: Regensburg. Geschichtlicher Grundriss, Hamburg 1999, S. 8, 43.
[4] Brockhoff, Evamaria, u. a. (Hrsg.): 100 Schätze aus 1000 Jahren. Katalog zur Bayerischen Landesausstellung 2019/20. Haus der Bayerischen Geschichte Regensburg, 27. September 2019 – 8. März 2020, Augsburg 2019, S. 20.
[5] Rappert 1999, S. 143.
[6] Hier die Website des Museums mit zahlreichen Informationen auch zu den ausgestellten Schiffen: https://www.donau-schiffahrtsmus... (zuletzt abgerufen am 01.07.2020).
| Ort | Regensburg |
| Autor | Stadtgeschichte... |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern Straße/Verkehr Brücke/Fluss |
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| Urheber | Hannah Christl |
| Zugeordnete Touren | Regensburg und die Donau |