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1938 2018
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Adam-Karrillon-Straße 13 um 1938

Das "Judenhaus" in der Adam-Karrillon-Straße 13

Das hier abgebildete Haus war eines der Mainzer "Judenhäuser". Ab 1939 musste die jüdische Bevölkerung auf Befehl der Nationalsozialisten hin, die sich durch diese Maßnahme eine bessere Kontrolle und ein leichteres Deportieren versprachen, in die "Judenhäuser" umziehen. Doch nicht nur die städtische Bevölkerung war betroffen, sondern auch viele rheinhessische Juden aus kleineren Ortschaften waren nach der Reichspogromnacht nach Mainz geflohen. Sie wurden gezwungen unter menschenunwürdigsten Bedingungen auf engstem Raum zusammenzuleben, die Eingangstüren mussten durch einen schwarzen Davidsstern auf weißem Papier gekennzeichnet werden. Im September 1941 wurde entschieden, dass jedes Zimmer mit mindestens zwei Personen belegt sein müsse. Ein halbes Jahr später, im März 1942, fanden die ersten Deportationen statt. In der Adam-Karrillon-Straße 13 waren über 50 Menschen auf engstem Raum untergebracht. Weitere "Judenhäuser" waren in der Walpodenstraße 17, der Breidenbacherstraße 25, der Adam-Karrillon-Straße 54, den Häusern mit den Nummern 19, 21 und 28 in der Margaretengasse, der Kaiserstraße 32, der Frauenlobstraße 4 und der Taunusstraße 45, in denen zusammengerechnet über 200 Mainzer Juden einquartiert wurden. Zudem beherbergte das Jüdische Krankenhaus in der damaligen Gonsenheimer Straße 11 fast 100 Menschen.

Ort Mainz
Autor Alexander
Kategorien
Stadtbild
Straße/Verkehr
Suchbegriffe / Tags
Adam-Karrillon-Straße
Deportation
Mainz
NS-Regime
Judenhaus
Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
Bildquelle
Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.
Urheber
Unbekannt
Urheber Vergleichsbild
Alexander Ott
Lizenz Vergleichsbild Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle Vergleichsbild Privatsammlung Alexander Ott

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