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1882 1939
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Gedenkplatte Syn. Zündorf | 1882

Die jüd Gem Zündorf wurde durch Deportation 1942 ausgelöscht

Die Zündorfer Spezial-Synagogengemeinde ging zwar erst im Jahr 1853 aus der Mülheimer Synagogengemeinde hervor, doch bestand bereits seit 1713 ein Betsaal, in Form einer hergerichteten Stube in dem Wohnhaus des Andreas Salomon. Mit dem heranwachsen der Gemeinde wurde der Entschluss zu einem Neubau gefasst. Der 1880 begonnene Bau wurde am 18. August 1882 eingeweiht. Seit dem 5. November 1883 befand er sich dann im Eigentum der Spezial-Synagogengemeinde Zündorf. Zu ihr gehörten die Juden der Bürgermeistereien Heumar, Wahn und Rösrath.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 ging die schon zuvor rückläufige Mitgliederzahl noch rapider zurück, durch Emigration, Vertreibung, Deportation und Ermordung. Schließlich kam, noch beschleunigt durch die fehlenden Einnahmen, das Gemeindeleben ganz zum Erliegen. Am 29. November 1937 bot die Gemeinde an, die Synagoge für 800 Mark zu verkaufen u. a. unter den Bedingungen, dass die zum Garten des jüdischen Mitbürgers, Herrn Salomon, gelegenen Fenster zugemauert werden und das auch im Fall von Weiterveräußerungen dort niemals Viehställe angelegt werden dürfen. Noch vor dem 28. März 1938, als der Status der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts gesetzlich aberkannt wurde, wurde die Synagoge am 9. Februar 1938 veräußert. Das Gebäude wurde in der Folge zu einem Wohnhaus umgebaut, wobei die architektonischen Details verschwanden, die einen Rückschluss auf die vorherige Nutzung gaben.

Die Zündorfer jüdische Gemeinde löste sich zwischen 1938 und 1942 infolge Umzug und Deportationen auf.

Der Umbau von Synagoge zu Wohnhaus ist klar erkennbar.

Ort Köln
Autor LMG Porz
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Stadtbild
Erinnern
Synagoge
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Synagoge
Zündorf
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Kommentare

Bild des Benutzers LMG Porz

Wir konnten das Jahr des Einsetzens der Gedenkplatte noch nocht heraus finden! Aber das dargestellte Motiv ist die Synagoge, deren Einweihung 1882 stattfand.