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Legionslagermauer 2020

Mauerreste am Ernst-Reuter-Platz

Legionslagermauer- die Befestigung des Römerlagers

Regensburg entstand ursprünglich aus einem Römerkastell. Das war eine Befestigung entlang der Grenze des römischen Reiches, in dem bis zu 6000 Soldaten stationiert waren. Dieses wurde 179. n. Chr. unter dem Kaiser Markus Aurelius erbaut. [1]

Ein solches Lager musste auch geschützt werden, deshalb bauten die Römer eine Mauer aus Quadersteinen um ihr Lager. Noch heute können einige Überreste dieser ehemaligen Befestigungsmauer in Regensburg entdeckt werden. Fast 200 Meter der damaligen Mauer sind noch erhalten.[2]

Gründe für den stellenweisen Erhalt von Mauerresten sind, dass diese auch nach den Römern im Mittelalter weiter als Befestigungsmauer oder Gebäudemauer genutzt wurde.[3] Deshalb fügt sich das ehemalige Legionslager ins Stadtbild von Regensburg ein und kann entlang seines ursprünglichen Verlaufs bis heute komplett umrundet werde.[4]

Eine besonders gut erhaltenen und für Besucher hergerichtete Fundstelle der Befestigungsmauer befindet sich am heutigen Ernst-Reuter-Platz. Hier kann man nicht nur die römischen Mauerreste sehen, sondern sogar stellenweise die mittelalterliche Stadtmauer Regensburgs.[5]

Ursprünglich betrug diese einmal eine Höhe von 8 bis 10 Meter. Heute ist die römische Mauer hier noch bis zu 4,80 Meter hoch. [6]

Der Ernst-Reuter-Platz ist nicht der einzige Fundort, an der die antiken Überreste besichtigt werden können. Weitere Orte sind:

  • Das Parkhaus am Dachauplatz (besondere Aufarbeitung der Überreste und Möglichkeit kostenlose Informationsvideos zur Befestigungsanlage anzuschauen)
  • Adolph-Kolping-Straße (Stadtbefestigung bis 14. Jahrhundert)
  • St.-Georgen-Platz (Nordostecke der Lagerbefestigung)
  • Porta Praetoria (ehemalige Toranlage)

Die westliche Seite der Mauer ist am schlechtesten erhalten geblieben und über ihren ursprünglichen Verlauf ist nur wenig bekannt. Hierfür gibt es einen bestimmten Grund: da sich im Mittelalter die Stadt Regensburg schnell nach Westen ausbreitetet hatte, verlor die Befestigungsanlage an dieser Seite ihre Funktion. Die Steine der Mauer wurden für den Häuserbau abgetragen und weiterverwendet.[7]

Jetzt bist du dran! - Fragen und Arbeitsaufträge

1) Stell dir vor du bist ein Archäologe und beteiligst dich an den Ausgrabungen der Legionslagermauer. Bei den Ausgrabungen fällt dir auf, dass nicht alle Steine der Mauer gleich groß sind, was könnte dir das sagen? Und wie kannst du deine Annahme überprüfen?

2) Eine weitere Aufgabe des Archäologen ist es zu klären, warum genau dieser Teil der Mauer über einen so langen Zeitraum hinweg erhalten geblieben ist. Fallen dir Erklärungen dazu ein?

Quellen-/Literaturhinweise:

[1] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.70.

[2] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.61.

[3] Dietz, Karlheinz; Fischer, Thomas: Die Römer in Regensburg, 1996, S. 89.

[4] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.61.

[5] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.66.

[6] Waldherr, Gerhard: Auf den Spuren der Römer, Regensburg 2001, S.62.

[7] Dietz, Karlheinz; Fischer, Thomas: Die Römer in Regensburg, 1996, S. 91.

(Eintrag erstellt von: Mirjam Hufmann)

Ort Regensburg
Autor Stadtgeschichte...
Kategorien
Stadttor/-mauer
Suchbegriffe / Tags
Ernst-Reuter-Platz
Legionsmauer
Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
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Urheber
Mirjam Hufmann
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