Bankhaus Kronenberger 1911
Der Gründer des Bankhauses Kronenberger & Co. (Anfang 20. Jahrhundert), Ludwig Kronenberger, war Ende der zwanziger Jahre stellvertretender Vorsitzender der jüdischen Gemeinde sowohl der Stadt Mainz als auch des Landes. Aber er nahm auch am nichtjüdischen Leben der Stadt teil. So war er unter anderem Mitglied der Industrie- und Handeslkammer und Vorsitzender des Vereins Mainzer Kaufleute. Deshalb kann er als Beispiel für einen emanzipierten, liberalen Juden dienen. 1926 zog er sich aus der Leitung zurück und übergab an seinen Sohn Fritz. Doch bald erkrankte er schwer an Multiple Sklerose, weshalb man sich dazu entschied, mit der Commerz- und Privatbank AG Berlin zu fusionieren, was schließlich im Oktober 1928 geschah. Bis 1933 hatten alle jüdischen Direktoren die Bank verlassen, es blieben lediglich einige jüdische Angestellte übrig. Das Gebäude blieb im Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt, wurde jedoch in den achtziger Jahren abgerissen. Heute befindet sich an derselben Stelle eine Filiale der Commerzbank.
| Ort | Mainz |
| Autor | Alexander |
| Kategorien | Straße/Verkehr |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | Anton Maria Keim (Hrsg.): Als die letzten Hoffnungen verbrannten : 9. - 10. November 1938 ; Mainzer Juden zwischen Integration u. Vernichtung, Mainz 1988. |
| Urheber | Unbekannt |
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