Jüdische Trauerhalle um 1935
Die jüdische Trauerhalle, die sich in unmittelbarer Nähe zum Neuen Jüdischen Friedhof befindet, wurde nach Plänen des Stadtbaumeisters Eduard Kreyßig im maurischen Stil erbaut und 1881 durch Moritz Oppenheim, den Vorsteher der Israelitischen Religionsgemeinde, eingeweiht. Auffällig sind die mit Zwiebelhauben besetzten Eckpfeiler sowie Zacken- und Hufeisenbögen. Der linke Gebäudeteil diente ursprünglich der Unterbringung einer Aufseherwohnung, im rechten Seitentrakt befanden sich Leichenräume. An diesen wurde in den 1920er Jahren ein Wohnhaus angebaut. Zwischenzeitlich wurde die Trauerhalle während des Zweiten Weltkriegs auch als Synagoge genutzt. Die Gräber des angrenzenden Friedhofs blieben während der NS-Zeit und dem Krieg von größeren Schäden verschont. Von 2004 bis 2010 wurde das Gebäude im Auftrag der jüdischen Gemeinde Mainz mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz, der Stadt Mainz und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz restauriert. Die charakteristischen Zwiebelhauben konnten 2010 dank den Spenden des Bistums Mainz, des Evangelischen Dekanats Mainz und des Rotary-Clubs Mainz erneuert werden.
| Ort | Mainz |
| Autor | Alexander |
| Kategorien | Erinnern Synagoge |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | Keim, Anton Maria: Mainz - so wie es war, Düsseldorf 1981. |
| Urheber | Unbekannt |
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| Lizenz Vergleichsbild | Alle Rechte vorbehalten |