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Holocaust Gedenken 2018

Gedenken der aus Freiburg deportierten Juden

Namenslesung der aus Freiburg deportierten Juden

Wir, Schüler der Gertrud Luckner Gewerbeschule, haben uns durch das Erinnerungsprojekt „Erinnerung sichtbar machen - 80 Jahre Reichsprogromnacht“ mit dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus beschäftigt. Wir nahmen die Möglichkeit wahr, zu Jom haScho’a, einem jüdischen Feiertag zum Gedenken an die Opfer des Holocausts, und dem Marsch des Lebens die Namen von 360 Freiburger Jüdinnen und Juden, die in das Konzentrationslager Gurs deportiert wurden, mit vorzulesen. Dies war für uns eine sehr besondere und eindringliche Art Teil zu nehmen an diesem Gedenken und Erinnern.

Die Nazis ersetzten die Namen der Deportierten durch Nummern. Durch das Vorlesen der Namen konnten wir Ihnen diesen in unserer Vorstellung wieder ein Stück weit zurück geben. Das Vorlesen half und hilft nachzuvollziehen, welches Ausmaß der Genozid hatte. Hinter jedem der 6 Millionen Opfer steht ein Mensch, der seines Lebens beraubt und wie Vieh behandelt wurde. Wir sind erschüttert vom Ausmaß der Grausamkeit und dem Hass gegen Menschen, die nicht in das Bild des Rassenwahns der Nazis passten.

Es war für uns auch emotional sehr ergreifend, da auch Hinterbliebene und Angehörige einiger Opfer anwesend waren und wir ihre Trauer und Wut nachempfinden konnten. Wir sind dankbar dafür, dass wir ein Teil des Gedenkens und Erinnerns sein durften und blicken mit geschärften Augen auf die schrecklichen Ereignisse der damaligen Zeit zurück. Die Veranstaltungen haben es uns ermöglicht einen ganz neuen Bezug zum Holocaust herzustellen. Außerdem haben sie uns darin gestärkt, dass ein solches Verbrechen an der Menschheit nicht wieder vorkommen soll.

Ort Freiburg im Breisgau
Autor GLGSFR
Kategorien
Erinnern
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