KZ Osthofen 1933
Der Nationalsozialist Dr. Werner Best, Staatskommissar für das Polizeiwesen in Hessen, ordnete zum 1. Mai 1933 die Schaffung eines Konzentrationslagers in Osthofen bei Worms an. Doch bereits seit März hatten hier örtliche Nationalsozialisten ein leerstehendes Fabrikgebäude besetzt und als Konzentrationslager genutzt. Somit wurde Osthofen zu einem der ersten staatlichen Konzentrationslager im Reich. Zur Bekämpfung der Gegner des NS-Regimes setzte Best die von ihm neu geschaffene politische Landespolizei ein. Im großen Gegensatz zu anderen KZs kam es in Osthofen zu keinen Todesfällen, wenngleich Folter und menschenverachtende Behandlung an der Tagesordnung standen. Best wurde im Herbst 1933 als Landespolizeipräsident abgesetzt und ein halbes Jahre später beauftragte Heinrich Himmer den Dachauer KZ-Kommandaten Theodor Eicke damit, die bestehenden Konzentrationslager zu übernehmen und im Rahmen einer Vereinheitlichung umzustrukturieren. Wenige Monate darauf, im Juli 1934, wurde das KZ Osthofen schließlich aufgelöst. Während viele freigelassene Häftlinge ins Exil flohen, blieben manche hingegen zurück und wurden nicht selten im späteren Verlauf ihres Lebens in ein anderes Konzentrationslager wie Buchenwald oder Dachau deportiert.
| Ort | Osthofen |
| Autor | Alexander |
| Kategorien | Erinnern |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ Osthofen |
| Urheber | Unbekannt |
| Urheber Vergleichsbild | |
| Lizenz Vergleichsbild | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle Vergleichsbild | NS-Dokumentationszentrum Rheinland-Pfalz/Gedenkstätte KZ Osthofen |