comment Kommentieren
share Teilen
info Infos

Punkt 18 Stadtrundgang 2020

EHEMALIGE ST. PAULSKIRCHE UND HAUS

EHEMALIGE ST. PAULSKIRCHE UND HAUS „ZUM WEISSEN PFAU"

Unter den später heiliggesprochenen Bischöfen Konrad (934 – 975) und Gebhard (979 – 995) gelang es, Konstanz als „Roma secunda", als „Zweites Rom", auszubauen. Beginnend mit der Kirche „St. Paul vor den Mauern" bewunderten die Besucher der Stadt bis ins 19. Jh. die Nachbildungen der fünf großen stadtrömischen Basiliken (siehe Nr. 22, St. Lorenz; Nr. 31, Münster; Nr. 37, St. Johann und Nr. 43, Petershausen). Das heutige Kulturzentrum K9 beherbergt in seinem Inneren noch zahlreiche Details des früheren Sakralbaus. Außerhalb erinnert das schön geschmückte Hochkreuz an dessen Friedhof. Der Platz vor der Paulskirche wird im Osten durch ein modernes Kaufhaus begrenzt. An seiner Fassade erkennt man die Inschrift „Zum weißen Pfau". Sie nimmt Bezug auf drei abgerissene Häuser („Zum Weingarten", „Zum weißen Pfau" und „Zur Nussschale"). Der „Pfau" galt als eines der schönsten bürgerlichen Barockhäuser Deutschlands. Beispiele seiner reichen Stuckdecken sind noch im heutigen Neubau erhalten geblieben. Während des Konstanzer Konzils 1414 – 1418 wurde in einem Stadtturm nahe der St. Paulskirche der Mitstreiter von Jan Hus, Hieronymus von Prag, gefangen gehalten, und mehrfach ver-hört, bevor er am 30. Mai 1416 – wie ein Jahr zuvor Jan Hus – als Ketzer verurteilt und auf dem Brüel verbrannt wurde.

Ort Konstanz
Autor MTK_2019
Kategorien
Suchbegriffe / Tags
Konstanz
Konzilort
Stadtrundgang Konstanz
Kirche
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Dagmar Schwelle
Urheber
Zugeordnete Touren Stadtrundgang in Konstanz

Satellitenansicht