Stolpersteine Fam. Lenel 2020
Bei Lilli Reckendorf, die von den Nazis aus dem Lehrerberuf verbannt wurde und bei der Witwe und Tochter des jüdischen Universitätsprofessors Lenel in der Holbeinstr. 5 wohnte, wurde um 15.30 Uhr von den Polizeibeatmen besucht. Es sprach sich rum, dass auf dem Annaplatz ein Autobus stünde, der sich mit Juden, zusammengetrieben aus der Umgebung, fülle. Bei ihrer Abholung musste sie den Polizisten einen Revers unterschreiben, mit dem sie alle Vermögensrechte, an die von Nazis erstellte „Reichsvereinigung der Juden“ abtrat. Die Wohnungen wurde nach dem Verlassen der Frauen mit einem Papierstreifen versiegelt und unter Polizeibeobachtung wurden sie zum wartenden Bus gebracht, welcher kurz darauf Richtung Stühlinger abfuhr. Lili Reckendorf gelang es 1943 aus dem Lager Gurs herauszukommen. Sie berichtet davon in einem nachträglichen Tagebuch, das auszugsweise 1995 in der Zeitschrift „Allmende“ veröffentlicht wurde.
Aufgabe:
Warum wurden die Wohnungen und Häuser nach dem Verlassen mit einem Papierstreifen versiegelt?
Quelle:
Ecker, U. (2000): Die Deportation der Freiburger Juden nach Gurs am 22./23. Oktober 1940. Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins „Schau-ins-Land“, 119 Jahresheft 2000, S. 141-151.
| Ort | Freiburg im Breisgau |
| Autor | Digitalisierung... |
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