Ort der Erinnerung 2020
Das Rathaus will auf dem Platz der Alten Synagoge mit Umbauten und Zusatzinfos für einen würdevollen Umgang mit dem Erinnerungsbrunnen sorgen. Dass der Brunnen weiterhin als Planschbecken genutzt wird, soll durch eine digitale Informationsstelle, ein Synagogenmodell, ein Zonierungsband mit Inschrift sowie Piktogramme zukünftig verhindert werden. Diese Maßnahmen sollen 700.000 Euro kosten. Über die Gestaltungspläne treten aber Uneinigkeiten auf: Der auf die Granitplatten gesetzte Zonierungsband soll an der Oberfläche mit dem Zitat „Denn mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Völker genannt werden – Jesaja 56,7“, übersetzt in acht Sprachen, beschriftet werden. Dieses Zitat stand in ähnlicher Fassung am Eingang der Alten Synagoge. Die liberale Chawurah Gescher Gemeinde ist laut ihrer Vorsitzenden mit dem von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Satz sowie mit den anderen Maßnahmen zufrieden. Die Israelitische Gemeinde lehnt die Anbringung des eben genannten Zitas ab, da dies völlig aus dem Kontext gegriffen sei. Irina Katz stimmt der Idee des Landesrabbiners Moshe Flomenmann zu, das Band mit dem hebräischen Wort „Zachor“, übersetzt „Erinnere dich“, auf vielen Sprachen zu beschriften. Seit der Eröffnung wird kritisiert, dass der Brunnen vor allem von Kindern als Planschbecken oder von Erwachsenen als Partyfläche genutzt wird.
Aufgabe:
Wie stehst Du zu dieser Debatte? Mache Dir Gedanken zu der Gestaltung und der Nutzung des Platzes. Bei Bedarf kannst Du sowohl im Internet als auch in Zeitungen weitere Informationen und Argumente recherchieren.
Quelle:
Stadt Freiburg will 700.000 Euro in den Umbau des Synagogenbrunnens investieren: https://www.badische-zeitung.de/stadt-freiburg-will-700-000-euro-in-den-umbau-des-synagogenbrunnens-investieren (Stand: 10.6.2020)
| Ort | Freiburg im Breisgau |
| Autor | Digitalisierung... |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
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