Martinstor 1933
Mit der Geschichte der Universität im Nationalsozialismus steht zwangsläufig Martin Heidegger in Verbindung. Als berühmtester deutscher Philosoph trat er am 1. Mai 1933 demonstrativ der NSDAP bei und wurde erster nationalsozialistischer Rektor einer deutschen Universität. Heidegger veränderte in seiner Amtszeit die Universität grundlegend im Sinne der Partei. Bis dahin hatte sich das Amt des Rektors auf eine repräsentative Funktion beschränkt, Entscheidungen wurden im Senat getroffen. Heidegger setzte jedoch das „Führerprinzip“ der Nationalsozialisten auch in der Uni durch: Der Rektor als Führer der Universität war nun oberste Entscheidungsinstanz. „Das hat Schule gemacht“, sagt Bernd Martin, Professor emeritus am Historischen Seminar der Uni Freiburg. „Die Nationalsozialisten haben diese Veränderungen übernommen und alle deutschen Unis wurden nach dem Führerprinzip umgestaltet.“
https://www.unicross.uni-freiburg.de/2017/06/die-freiburger-universitaet-im-dritten-reich/
| Ort | Freiburg im Breisgau |
| Autor | Digitalisierung... |
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