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Zeltlager Hitlerjugend 1933

Zeltlager der Hitlerjugend im Jahr 1933

(Die Audiodatei ersetzt den Text)

Hitlerjugend. Das hieß für Otto Müller vor allem Geländespiele und Zeltlager mit Lagerfeuerromantik. Also das Leben unter freiem Himmel, verbunden mit sportlicher Betätigung, spielerischen Akzenten und gemeinsamem Kochen. Außerdem kam es bei den Geländespielen oft auch zu einem Kräftemessen mit anderen Gruppierungen der Hitlerjugend. So kam es vom Freitag, dem 29. Juli 1938, bis zum Sonntag, dem 7. August 1938 zu einem Großgeländespiel und einer sogenannten Fehde zwischen dem Bann 113 der Hitlerjugend Freiburg und dem Bann 111 der Hitlerjugend aus Baden-Baden. Diese Fehde, an der neben unserem Otto Müller noch insgesamt rund 1350 Jugendliche teilnahmen, wurde im Voraus bereits von der Presse angekündigt. "Wie wir berichteten, waren zwischen dem Bann 111 und dem Bann 113 diplomatische Schwierigkeiten ausgebrochen. Inzwischen wurde im >Generalstab< des Heerlagers von Bann 113 ein Spion von der Gegenseite aufgegriffen, dessen Aufgabe es war, etwaige Aufrüstungspläne der 113er auszukundschaften. Über diesen Zwischenfall ist es nunmehr zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen gekommen." Das Lager hatte Ernstfallcharakter. Dementsprechend strikt war auch der Tagesablauf.

  • 6.30 Uhr: Wecken;
  • 6.35 Uhr: Frühsport;
  • 6.45 Uhr: Waschen, Anziehen, Zelt- und Lagerordnung;
  • 7.45 Uhr: Zelt- und Lagerappell;
  • 8.00 Uhr: Frühstück;
  • 8.45 Uhr: Flaggenparade;
  • 9.00 Uhr: Weltanschauliche Schulung;
  • 10.00 Uhr: Sport, Geländespiel, Schwimmen, Abnahme des Leistungsabzeichens;
  • 12.00 Uhr: Mittagessen;
  • 12.45 Uhr: Mittagsruhe;
  • 14.30 Uhr: Sport, Geländespiel, Schwimmen, Abnahme des Leistungsabzeichens;
  • 17.00 Uhr: Zwischenmahlzeit;
  • 17.30 Uhr: Lagerfreizeit (freiwillige Schulung, Vorbereitung des Leistungsabzeichens, Putz- und Flickstunde, Führerbesprechung);
  • 18.30 Uhr: Ordnungsübungen;
  • 19.00 Uhr: Flaggeneinholen;
  • 19.15 Uhr: Abendessen;
  • 20.15 Uhr: Lagerstunde (Singen, Erzählen, Lagerzirkus, Film, Vorbereitung von Feiern);
  • 21.10 Uhr: Waschen;
  • 21.20 Uhr: Locken zum Zapfenstreich;
  • 21.30 Uhr: Zapfenstreich.

(Der Ort hier dient nur repräsentativ für das Zeltlager. Der unten eingefügte Link bringt euch zum tatsächlichen Ort des Geschehens und bietet noch mehr Informationen zum "Geländespiel".)

https://www.future-history.eu/de/ansicht/fehde-feldberg-schwarzwald-1938-digitalisierungsseminar

 

Literaturangaben:

Hainmüller (2000): Jugend unterm Hakenkreuz. Freiburgs Hitler-Jugend. In: Schelle-Wolff/Zoche (Hrsg.): Kinder spielen in ihrer Stadt – Spielräume in Freiburg 1900-2000, Freiburg 2000, S. 106- 135.

 

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Arbeitsauftrag für schulische Nutzung:
Beantwortet bitte folgende Fragen und klickt erst dann auf den oben angezeigten Link.

Warum könnte es für Otto Müller so spannend gewesen sein an dem Geländespiel teilzunehmen?
Warum war der Tagesablauf so streng durchgeplant? 

Ort Freiburg im Breisgau
Autor Digitalisierung...
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Lizenz Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain)
Bildquelle
Zeltlager Hitlerjugend
Urheber
Bundesarchiv
Zugeordnete Touren Alltagsleben während des NS in Freiburg

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