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Mauerreste Judenviertel

Die Mauerreste stammen von den jüdischen Kelleranlagen

Diese Mauerreste unter dem heutigen Neupfarrplatz stammen von den ehemaligen Gemäuern der Kelleranlagen des mittelalterlichen Judenviertels. Vom 11. Jahrhundert bis zu ihrer Vertreibung 1519 lebte in Regensburg eine der ältesten und größten Judengemeinden Bayerns.
Die erste urkundliche Erwähnung, die in Regensburg lebende Juden beweist, stammt aus dem Jahr 981 (siehe Zusatzbild): In dieser Urkunde wird bestätigt, wie der Jude Samuhel ein Teil seines Gutes an das Kloster St. Emmeram verkaufte, was zeigt, dass zu dieser Zeit bereits Juden mit Grundbesitz in Regensburg wohnten.
Das Regensburger Judenviertel, auch als Ghetto bezeichnet, verfügte beispielsweise über eigene Stadttore, deren Öffnung und Schließung die Juden selbst verwalteten, über eine eigene Verwaltung sowie eigene Richter. Spätestens nach der Errichtung der ersten Synagoge in Regensburg Ende des 11. und Anfang des 12. Jahrhunderts war Regensburg ein geistiges Zentrum des europäischen Judentums, besonders die jüdische Regensburger Talmudschule (jüdische Hochschule zum Studium wichtiger religiöser Schriften im Judentum wie Tora und Talmud) zog viele Gelehrte in das jüdische Viertel.

 

Fragen und Arbeitsaufträge
1) Überlegt, in welcher Schrift und Sprache die Urkunde verfasst sein könnte. Was könnte dies über die Gelehrsamkeit des Regensburger Judenviertels aussagen?
2) * Erläutert, warum man das Regensburger Judenviertel auch als Ghetto bezeichnet haben könnte. Findet Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Struktur des ehemaligen Judenviertels in Regensburg zu heutigen Ghettos. 

 

Literaturhinweise
Freitag, Matthias (u.a.): Neupfarrplatz Regensburg. Document, Kirche, Kunstwerk. Regensburg 2005.

Wittmer, Siegfried: Jüdisches Leben in Regensburg. Vom frühen Mittelalter bis 1519. Regensburg 2001.

(SM)

Ort Regensburg
Autor Stadtgeschichte...
Kategorien
Erinnern
Platz/Park
Suchbegriffe / Tags
Mauern
Judenviertel
Mauerreste
Keller
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Mauerreste jüdischer Kelleranlagen
Urheber
Stadt Regensburg, Bilddokumentation, Peter Ferstl
Urheber Vergleichsbild
Stadt Regensburg, Bilddokumentation, Peter Ferstl
Lizenz Vergleichsbild Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle Vergleichsbild Erste jüdische Gemeinde 981
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