Thomas Fuchs von Wallburg 1527
1486 verlor die freie Reichsstadt Regensburg ihren Titel als „freie Stadt“ und war seitdem von Entscheidungen des Kaisers abhängig. Maximilian I. setzte daraufhin einen Reichshauptmann ein, der in Regensburg mitregieren sollte. Dies war Thomas Fuchs von Wallburg. Er war durch seinen Amtsantritt auch dazu verpflichtet, für die Sicherheit und den Schutz der Juden in Regensburg zu sorgen. Als die Forderungen nach Ausweisung der Juden aus Regensburg lauter wurden und die Lage in der Stadt unübersichtlicher wurde, starb Maximilian I.. Die Magistrate der Stadt nutzten die kaiserlose Zeit und entschieden sich für eine Ausweisung der jüdischen Gemeinde. Thomas Fuchs von Wallburg wehrte sich nicht gegen den Beschluss und ließ eine Vertreibung anordnen. Die Grabplatte befindet sich in der Dominikanerkirche St. Blasius hier in Regensburg, jedoch war Thomas Fuchs von Wallburgs Rolle bei der Vertreibung der Juden am heutigen Neupfarrplatz so wichtig, dass er auch an dieser Stelle erwähnt werden soll.
Fragen und Arbeitsaufträge
Warum war Maximilian I. auf die Hilfe und Mitarbeit von Reichshauptmännern angewiesen? Überlege dir Gründe dafür!
Literaturhinweise
Beck, Tobias: Kaiser und Reichsstadt am Beginn der Frühen Neuzeit. Die Reichshauptmannschaft in der Regensburger Regimentsordnung 1492 – 1555. Regensburger Studien 18, 2011 S. 39.
(LMK)
| Ort | Regensburg |
| Autor | Stadtgeschichte... |
| Kategorien | Erinnern Kirche/Kloster Synagoge Platz/Park |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Grabplatte für Reichshauptmann Thomas Fuchs von Wallburg zu Schneeberg |
| Urheber | Jörg Gartner |
| Zugeordnete Touren | Jüdisches Regensburg |