Regensburger Geschichten um 1519
Zwischen 1511 - 1543 beschrieb der Regensburger Chronist Leonhart Widmann von Begebenheit, die sich in Regensburg ereigneten. Darunter fällt auch die Vertreibung der Juden und die Zerstörung ihrer Synagoge und ihrer Friedhöfe 1519. Widmann schrieb von einem Ultimatum, binnen 8 Tagen die Stadt verlassen zu müssen. Auch soll sofort danach ihre Synagoge sehr übermütig zerstört worden sein. Des Weiteren soll eine Schrift bei der jüdischen Gemeinde gefunden worden sein, die besagte, dass sie bereits lange vor allen anderen Einwohnern Regensburgs, schon zu Lebzeiten Jesu Christi, hier ansäßig gewesen seien. Neben der Zerstörung der Synagoge, wurden auch die Grabsteine der jüdischen Friedhöfe umgeworfen und für den Bau von anderen Gebäuden in der Stadt Regensburg verwendet.
Fragen und Arbeitsaufträge
1) Überlege dir, was es für die jüdische Gemeinde bedeutet haben könnte, wenn eine solche Schrift (wie oben beschrieben) existierte?
2) Leonhart Widmann beschreibt auch die Zerstörung der jüdischen Friedhöfe und die Wiederverwendung deren Grabplatten. Weißt du von solchen Grabplatten im Regensburger Stadtbild? Informiere dich auf dieser Tour und später im Internet darüber!
Literaturhinweise
Oefele, Edmund Freiherr von, "Widmann, Leonhart" in: Allgemeine Deutsche Biographie 42 (1897), S. 357 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.... (zuletzt aufgerufen am 05.07.2020).
Widmann, Leonhart: Regensburger Geschichten. Bd. 40, Stadtarchiv Regensburg.
(LMK)
| Ort | Regensburg |
| Autor | Stadtgeschichte... |
| Kategorien | Erinnern Kirche/Kloster Schule/Bildung |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Regensburger Geschichten |
| Urheber | Stadtarchiv Regensburg |
| Zugeordnete Touren | Jüdisches Regensburg |