Schiffswindenhaus damals
Das Schiffswindenhäuschen in Regensburg (auch Ohmwerk genannt)
Regensburg war im Mittelalter eine wichtige Handelsstadt. Die Schifffahrt war für den Fernhandel schon damals von großer Bedeutung. Schiffe konnten problemlos flussabwärts fahren. Flussaufwärts (bergwärts) musste man "treideln". Das heißt, sie wurden von Menschen oder Pferden vom Ufer aus flussaufwärts gezogen. Die im Jahre 1146 vollendete Steinerne Brücke steht auf breiten Pfeiler-Inseln. Die Treidler hatten bei der Brücke wegen des schnell fließenden Wassers, des Wasserstandes und der Wasserströmungen schwer zu kämpfen. Deshalb erfand man die Schiffsdurchzüge. Ein Schiffsdurchzug ist eine Seilwinde, die durch Menschen, Tiere, Dampfloks oder elektrischen Strom betrieben wird. Diese Lösung, eine große hölzerne Seilwinde die Antwerch genannt wurde, wird erstmals 1236 erwähnt (bis ca.1486 in Betrieb). Diese Seilwinde gab es auf beiden Seiten der Brücke. Also sowohl auf der Stadtamhofer Seite, als auch auf der Regensburger Seite (also ungefähr dort, wo das heutige Ohmwerk ist). [1]
Aufgaben für Schülerinnen und Schüler:
Frage 1: Was versteht man unter Treideln?
Frage 2: Mit wem oder was wurde getreidelt? Diskutiere, wie mühsam und aufwändig diese Arbeit im Vergleich zu heute wohl gewesen ist.
(Antwort zu Frage 1: Etwas stromaufwärts ziehen, schleppen)
(Antwort zu Frage 2: Menschen oder Zugtiere)
Literaturhinweise:
[1] Vgl., Regensburger Tagebuch: Das Ohmwerk - der historische Schiffsdurchzug an der Steinernen Brücke (2016), in: https://www.regensburger-tagebuch.de/2016/10/das-ohmwerk-der-historische.html [letzter Zugriff: 06.07.2020]
erstellt von: Veronika Bühler
| Ort | Regensburg |
| Autor | Stadtgeschichte... |
| Kategorien | Erinnern |
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| Lizenz | Unbeschränktes Nutzungsrecht (Public Domain) |
| Bildquelle | Donau Schiffahrtsmuseum Regensburg |
| Urheber | |
| Zugeordnete Touren | Mittelalterliches Handelszentrum Regensburg |