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„Auszug der Juden“ 1938

Ein Erniedrigungsritual an den Juden

Unter dem Kommando des NSKK-Brigadeführers Müller-Seyffert wurden am 10. November 1938 Juden festgenommen und auf dem Georgenplatz ‚gesammelt‘, nachdem sie ab 5 Uhr morgens festgehalten und demütigend exerziert wurden. In Dreierreihen mussten sich die Männer zu einem Marschzug formieren und bis zur Maximilianstraße laufen, wo Lastwagen auf sie warteten, die sie anschließend ins KZ Dachau bringen sollten. Die in der Synagoge geplünderten Gegenstände wurden mitgenommen und die Juden musste Plakate und Transparente mit der Aufschrift „Auszug der Juden“ tragen. Am Wegesrand formierten sich Schaulustige, Nazi-Uniformierte und Hitlerjugend, die Steine warfen, spuckten, sowie Schmäh- und Spottrufe von sich gaben.

 

Fragen und Arbeitsaufträge

1) Welche Gründen könnten die Nazis für genau diese Route für den „Auszug der Juden“ bewogen haben?

2) Wieso glaubst Du hat sich niemand aus der Öffentlichkeit gegen die Demütigung gewehrt? Denke an aktuelle Bewegungen im Zusammenhang mit Minderheiten und zeige auf, inwiefern die Öffentlichkeit heute anders oder ähnlich reagiert.

 

Literaturhinweise

Bierwirth, Waltraud/Himmelstein, Klaus: Das Novemberpogrom 1938 und der lange Weg zu einer neuen Synagoge. Regensburg 2013, S. 6.

(LK)

Ort Regensburg
Autor Stadtgeschichte...
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Stadtbild
Suchbegriffe / Tags
Auszug der Juden
Nationalsozialismus
Maximilianstraße
Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Auszug der Juden
Urheber
© Bilddokumentation Stadt Regensburg
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