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Burg Unkel u. Mariensäule um 1955

Burg Unkel und Mariensäule

Burg Unkel und Mariensäule

Der dreiflügelige Gebäudekomplex über der Rheinpromenade neben der Pfarrkirche St. Pantaleon wird aufgrund seiner beherrschenden Lage und Größe „Burg“ genannt, obwohl er nie die Funktion einer Burg hatte. Die Anfänge der Baugeschichte an diesem exponierten Platz liegen im Dunkeln. Frühester bekannter Eigentümer war die in Unkel bedeutende Familie Salzfass im 16. Jahrhundert. 1669 kaufte der Schultheiß von Unkel, Arnold von Herrestorff, das Anwesen und baute 1673 den Südflügel. Drei Generationen später baute ein von Herrestorff den Südflügel 1766 neu. Der Westflügel wurde 1781 von dem Kölner Bürgermeister Franz Caspar von Herrestorff als neues Wohnhaus anstelle eines Wirtschaftsgebäudes errichtet. Mit ihm starb das Geschlecht der Herrestorffs aus, die jahrhundertelang Schultheißen und Schöffen gestellt hatten. 1838 gestaltete der neue Eigentümer Eberhard Freiherr von Geyr-Schweppenburg das Anwesen um. Der Ostflügel wurde abgerissen, ein neues höheres Wohnhaus, gekrönt von einem Belvedere, als Nordflügel errichtet. 1917 kaufte der rheinische Zentrumsführer Carl Trimborn die „Burg Unkel“. Nach ihm ist der Platz an der Mariensäule benannt. Seine Tochter Clary begründete durch ihre Heirat mit dem Bonner Landrat Edgar von Hobe die Dynastie der heutigen Eigentümer von Weichs. Clemens Freiherr von Weichs und Ehefrau Felicitas haben 2013-16 umfangreiche Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen durchführen lassen, so dass alle Gebäudeflügel wieder nutzbar sind.

Die Mariensäule wurde 1885 von Christine Neven DuMont in Erinnerung an ihren im Kindesalter verstorbenen Sohn gestiftet.

Ort Unkel
Autor Unkel
Kategorien
Stadtbild
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Lizenz Alle Rechte vorbehalten
Bildquelle
Stadtarchiv, Bild A025
Urheber
Zugeordnete Touren Altstadt Unkel
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