Sternenburg
Sternenburg
Die wohlhabende Familie Berntges wird erstmals im 16. Jahrhundert in Unkel genannt. Peter Berntges (ca. 1550-1620) errichtete 1591 an der damaligen Rheingasse ein 4-stöckiges Steingebäude, das die benachbarten Fachwerkhäuser weit überragte. Daher wohl die Bezeichnung „Burg“. Fünf Sterne bilden das Familienwappen der Berntges. Sie bekleideten Unkeler Ämter wie Schultheißen, Schöffen und Bürgermeister. Ein sehr erfolgreicher Händler aus Kempen am Niederrhein heiratete in die Familie ein: Franz Vogts (1757-1841). Er baute die „Sternenburg“ 1801 im niederrheinischen Stil um. Vogts wurde während der französischen Revolutionskriege zum „Retter von Unkel“. Wechselnde Besetzungen und Ausplünderungen in der Zeit nach 1793 ließen die Bevölkerung völlig verarmen. Nur mit der finanziellen Hilfe des wendigen Geschäftsmannes Franz Vogts konnte die Stadt überleben. Nach ihm ist die „Vogtsgasse“ benannt.
Zwischen den Weltkriegen erwarb die damalige Betreibergesellschaft des Rheinhotels Schulz die „Sternenburg“ als Personalhaus. In den 1990er Jahren ließen die Eigentümer das Haus leer stehen und verkommen. Die Denkmalbehörde erzwang schließlich den Erhalt, der aber zu einem Fast-Totalabriß 2007 führte. Dem Nachbau fehlt die vorher wertvolle Innenausstattung. Mit der Zerstörung der „Sternenburg“ ging das älteste Unkeler Privathaus in Massivbauweise verloren.
| Ort | Unkel |
| Autor | Unkel |
| Kategorien | Stadtbild Abriss |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Stadtarchiv, Bild A007 |
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