Ulzburg Freilichtbühne 1937
Der heutige Gedenkort mit Ehrenmal am Beckersberg wurde in der Zeit des Nationalsozialismus regelmäßig als Aufmarschplatz genutzt. So auch in der Heimatwoche 1937, in der das Foto entstand.
Die Anlage wurde während der NS-Zeit auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Heinrich Petersen errichtet. In Nachfolge der sogenannten Thingstättenbewegung baute die Gemeinde Ulzburg 1936 hier eine Freilichtbühne mit einem weiten Zuschauer- bzw. Aufmarschplatz davor. In den beiden folgenden Jahren wurde sie von mit Sinnsprüchen beschrifteten Findlingsteinen umgeben und mit nachgestellten Großsteingräbern erweitert. Diese Gestaltung sollte im Sinn der nationalsozialistischen "Blut und Boden"-Ideologie wirken und eine Verbindung zu den angeblichen hiesigen altgermanischen Ahnen herstellen.
In der Nachkriegszeit bis Anfang der 1950er Jahre diente der Platz als Freizeitanlage, wo u.a. plattdeutsche Theaterstücke aufgeführt und gut besuchte Boxkämpfe veranstaltet wurden. Seit Mitte der 1950er Jahre wurde er als Gedenkort an die Kriegstoten aus- und mehrmals umgestaltet. Hier wird jedes Jahr am Volkstrauertag eine zentrale Gedenkveranstaltung der Gemeinde durchgeführt.
| Ort | Henstedt-Ulzburg |
| Autor | HU entdecken |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Platz/Park |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Gemeindearchiv Henstedt-Ulzburg |
| Urheber | unbekannt |
| Urheber Vergleichsbild | |
| Lizenz Vergleichsbild | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle Vergleichsbild | Gemeindearchiv Henstedt-Ulzburg |
| Zugeordnete Touren | Henstedt-Ulzburgs Ortsteil Ulzburg entdecken |