Henstedt Gasthof Scheelke um 1910
1903 kaufte der ehemalige Betriebsleiter der Ulzburger Meierei, Wilhelm Scheelke, das Gülcksche Gasthaus "Zur Linde" gegenüber der Henstedter Kirche. Bereits in den ersten Jahren machte er ein gutes Geschäft, denn die Arbeiter, die in den Jahren 1904/1905 am Bau der EBOE-Strecke beteiligit waren, logierten hier.
Scheelke modernisierte seinen Betrieb ständig: Der Gasthof bekam als erstes Gebäude in Henstedt eine Zentralheizung, sie wurde mit Koks betrieben. Schon unter dem Vorgänger wurde an das Gebäude eine der ersten Kegelbahnen im Kreis angebaut.
Der Gasthof war bald ein Mittelpunkt des Dorfes, sein Ballsaal wurde zur Heiratsschmiede. Hier und in dem mit Bäumen überschatteten Garten fanden die großen Feste statt: Militärkonzerte, Kinderfeste, Maskeraden, das Vogelschießen, der Tanz in den Mai, Hochzeiten, Sängerfeste, Sportlerbälle, später Betriebsfeiern und Königsbälle.
Im Gasthof stand auch lange Zeit der Tresor der Genossenschaftskasse. Hier wurden die Steuern einkassiert; und außen befand sich über lange Zeit die Viehwaage des Dorfes.
Der Gasthof Scheelke befindet sich seit 1903 im Familienbesitz und war schon früh ein Treffpunkt für die gesamte Ortschaft Henstedt. Kegelbahn und Ballsaal, Gästezimmer und gute Küche ziehen auch heute noch viele Gäste in das Hotel Restaurant Scheelke.
| Ort | Henstedt-Ulzburg |
| Autor | HU entdecken |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Gemeindearchiv Henstedt-Ulzburg |
| Urheber | unbekannt |