Station 10 Feuerwehr 1895
Station 10 Magirus
Vor dem heutigen Gasthaus Schillergarten steht eine Magirus e IV-Leiter der damaligen Freiwilligen Feuerwehr. Die Aufnahme stammt von 1890. Da war das dahinterliegende Haus gerade einmal 5 Jahre alt, so alt wie auch die nahegelegenen Magiruswerke, die Feuerwehrrequisiten in alle Welt lieferten. Während Conrad Dietrich Magirus Senior ein bedeutender Kolonialwarenhändler und Manufakturbesitzer war und zu den höchstbesteuerten Ulmer Bürgern zählte, machte der gleichnamige Junior ungleich mehr von sich reden. Er organisierte die Freiwillige Feuerwehr nicht nur in Ulm, sondern bemühte sich landesweit um entsprechende Standards. Zudem war er Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer in Ulm und ereiferte sich für eine Schiffbarmachung der Donau bei Ulm. Aber zurück zum Feuerlöschwesen. Eine Generation vor Conrad Dietrich Magirus Junior ereiferte sich der bereits erwähnte Philipp Jacob Wieland, der auch schon Feuerspritzen goß, dass die vorhandene Feuerwehr in Ulm unter aller Kanone wäre. Das sollte sich dann mit Magirus definitiv ändern.
Die Ware:
Zwischen 1870, bis zum Todesjahr des Firmengründers 1895 errangen die Produkte um die 50 Medaillen auf diversen Ausstellungen.
Die Leiter als Symbol für die sogenannte „Ulmer Leiter“, eine zweirädrige Schiebleiter mit der man Höhen von bis zu 14 Metern erreichen konnte. Diese ersten freistehenden Leitern konnte man auch in ausgezogenem Zustand bewegen Nachdem diese Leiter auf der Wiener Weltausstellung 1873 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden war, wurde sie international nachgefragt und entwickelte sich schnell zu einem Exportschlager.
Die Währung (falls du dir nicht die Tasche mit Waren und Währungen abgeholt hast, schau mal in das Video rein):
Zwanzig Millionen Mark! Aus dem Jahr 1923. Aufgedruckt die Unterschrift des Ulmer Oberbürgermeisters Emil Wilhelm Schwammberger, welcher genau in den Zwischenkriegsjahren von 1919-1933 das Amt inne hatte.
Der Wert:
1923 bestellte die Feuerwehr in Kleingartach bei Heilbronn eine 10 Meter lange mechanische Holzleiter bei der Firma Magirus in Ulm. Preis: 18 Millionen Reichsmark. Frachtkosten: 1 Million Reichsmark.
Man beschwor den Kommandanten wegen dem hohen Preis: „Lass die Finger davon.“ Aber die Leiter wurde gekauft. Einen Monat später war man schon dankbar, die Leiter so billig erworben zu haben.
Bereits ein Jahr später war der Inflationsspuk wieder vorbei.
Köln bestellte 1929 für 2000 Reichsmark eine auf 16 Meter-Ausfahrbare Drehleiter speziell für den Kölner Dom. Diese existiert noch immer und wird gelegentlich auch noch genutzt um diverse Arbeiten, z.B. Elektroinstallationen durchzuführen. Ein Stück Ulm im Kölner Dom.
Das Quiz:
1925 wurde das Magirus-„M“ entwickelt. Was symbolisiert es:
a Die Türme des Ulmer Münsters
b Die Alpen, die es mit den Ulmer Leitern zu besteigen galt
c Die drei Söhne des Firmengründers: Heinrich, Otto und Hermann
Auflösung Station 9:
Der Festungsstatus wurde offiziell 1938 aufgehoben. Bis dahin hatte die Bundesfestung ihre fortifikatorische Relevanz schon lange eingebüßt. Die richtige Antwort war also „b“
„Diese Führung ist in Kooperation mit dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und durch die Finanzierung des Interreg-Projekts „Transdanube Travel Stories“ entstanden“
| Ort | Ulm |
| Autor | Ulm Touren App ... |
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