Ochsenhauser Hof
Das Fachwerkhaus entstand um 1339/1340.
Gästeführer Markus Pflug erzählt seine Geschichte:
„Der Ochsenhauser Hof war früher der Pfleghof des Klosters Ochsenhausen. Die Stadt gestattete den Klöstern innerhalb der Stadtmauern sogenannte Pfleghöfe zu gründen. Wenn man es ganz groß aufhängt, würde man heute Botschaften dazu sagen. Diese Pfleghöfe hatten bestimmte Privilegien, aber sie waren keine Einwohner der Stadt, hatten also keinen Sitz und Stimme und Recht hier in der Stadt irgendetwas mitzuentscheiden. Aber sie steigerten das Renommee der Stadt. Später ist der Ochsenhausener Hof dann eine Weile lang Sitz des katholischen Bürgermeisters gewesen und dann war es bis 1962 das Biberacher Wieland Gymnasium. Heute ist es eine Altenbegegnungsstätte.“
Neben dem Ochsenhauser Hof gab es in Biberach weitere Pfleghöfe und Stadthäuser der Klöster. Auch weiter entfernte Klöster wie Salem mit dem Salmannsweiler Hof waren vertreten. Die Höfe dienten der Güterverwaltung, ermöglichten Bürgerrechte, zollfreien Warenverkehr und den freien Zugang zu den Märkten der Stadt. Sie boten zudem Unterkunft für reisende Mönche, Residenz für Äbte und Schutz in Zeiten von Unruhen und Kriegen.
| Ort | Biberach an der Riß |
| Autor | Tourismus Biberach |
| Kategorien | Stadtbild Tourismus Kirche/Kloster |
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| Urheber | Alexander Kohler |
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