Bregstraße
Die Postkarte von ca. 1900 zeigt das heute verschwundene Kriegerdenkmal an der Einmündung der Rabenstraße in die Wilhelmstraße. Am linken Bildrand liegt das Firmengelände von S. Siedle & Söhne. Im Zweiten Weltkrieg fertigte Siedle unter anderem Telefone für das Militär.
Während des Krieges standen viele deutschen Fabriken vor der Wahl, Zwangsarbeitende zu beschäftigen oder schweren wirtschaftlichen Schaden bis hin zum Konkurs zu erleiden. Schließlich waren die meisten Arbeiter zum Kriegsdienst eingezogen. Furtwangen als Industriestadt war besonders auf Arbeitskräfte angewiesen.
Inhaber von etwa 30 Betrieben gründeten 1942 eine Lagergesellschaft, die sich um alle Belange der Zwangsarbeit kümmern sollte. Dies betraf den Bau von Unterkünften, die Verpflegung, Bewachung und natürlich die eigentlichen Arbeitsbedingungen. Die Furtwanger Firmen forderten ausdrücklich Arbeitende mit Gewerbeerfahrung an, die keine lange Einarbeitungszeit benötigten.
Die Arbeitstage waren lang, die Arbeit hart und schlecht bezahlt. Selbst die Jugendlichen unter den ukrainischen Zwangsarbeiterinnen mussten 10 Stunden am Tag arbeiten. Von ihrem mageren Lohn mussten die Arbeiterinnen Verpflegung und Unterbringung bezahlen.
Die Firma Siedle bekannte sich 1999 zu ihrer historischen und moralischen Verantwortung und trat als erstes Furtwanger Unternehmen der Stiftungsinitiative zur Entschädigung von Zwangsarbeitenden bei.
| Ort | Furtwangen im Schwarzwald |
| Autor | Uhrenmuseum Fur... |
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| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Furtwangen 1873-1930. Bildgeschichten der Uhrenstadt, Vöhrenbach 2000, S. 47 |
| Urheber | Unbekannt |
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| Lizenz Vergleichsbild | Alle Rechte vorbehalten |
| Zugeordnete Touren | Zwangsarbeit in Furtwangen |