Brunnen und Park 1598
Der Schlosspark von Schloss Kirchheim ist sehr weitläufig und wurde im Laufe der über
400jährigen Geschichte des Hauses mehrfach umgestaltet und an die jeweils geltende „Mode“
angepasst. Man kann auch sagen „Man folgte den Trends der Zeit“. Zu Beginn kann man auf
einem zeitgenössischen Gemälde erkennen, dass es sich um einen klassischen
Renaissancegarten mit seinen typischen Stilelementen wie geometrischer Aufteilung mit sich
in der Mitte überkreuzenden Wegen handeltet. In der Mitte dieser Kreuzungen waren häufig
Brunnen oder andere zierende Elemente platziert. Die Renaissance orientiert sich stark an
der klassischen altertümlichen Architektur und Gestaltung, daher finden sich in den Gärten
jener Zeit neben der symmetrischen Grundanordnung auch Statuen oder Säulengänge als
Loggia.
Später im Barock wurde eine idyllisch und künstlerisch stilisierte Landschaft mit ländlichen
Charakter modern, die Klarheit und Symmetrie wich einer Gestaltung die eher „natürlich“
wirken sollte, wobei über den Begriff „natürlich“ im Barock andere Vorstellungen herrschten
als wir sie heute haben. Dieses romantische Ideal blieb jedoch mit den einen oder anderen
Änderungen lange Zeit bestehen.
Abgelöst wurde dies im 19. Jahrhunderts von der Idee, die Landschaft in den Gärten wirklich
der Natur nachzuempfinden. Die Landschaftsgärten nach englischem Vorbild sollten so
aussehen, als seien sie eben nicht künstlich angelegt, sondern von selbst entstanden. Wir
können dies auch heute noch gut im Schlosspark erkennen, denn wer käme schon auf die Idee,
dass diese mittlerweile recht stattlichen Bäume ganz bewusst an ihren Platz gesetzt wurden
um wie zufällig zu wirken?
| Ort | Kirchheim |
| Autor | Kirchheim |
| Kategorien | Tourismus Burg/Schloss |
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