Apotheke um 1900
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Das Gemeinschaftshaus der Stadt Schnackenburg wurde um 1800 erbaut und war mindestens seit Anfang des 20. Jahrhunderts mehrere Jahrzehnte die Apotheke von Schnackenburg. Auf einer 1902 abgestempelten Postkarte ist über dem Eingang bereits das Apothekenschild zu erkennen (https://www.wendland-archiv.de/details/Apotheke/41039).
Anfang der 1950er Jahre betrieb der Apotheker W. Sames die "Anker-Apotheke" Schnackenburg. Später erlebte die Apotheke über die Zeit mehrere Höhen und Tiefen, wie die folgenden Zeitzeugnisse belegen. Am 19.01.1957 heißt es in einem Artikel der Illustrierten Berliner Zeitung: "Einer, der sich nicht bange machen läßt, ist der Spätheimkehrer Wernher Molle. Er hatte keine Lust, die väterliche Apotheke in Bremen mit seinen Geschwistern zu teilen und kaufte trotz aller Warnungen die verwaiste Apotheke von Schnackenburg. Bei ihm halten die Ärzte aus dem 10 km entfernten Dorf ihre Sprechstunde ab, denn Schnackenburg hat schon lange keinen Arzt mehr." Der Deutschlandspiegel von 1962 berichtet ab Minute 4:00, dass die Apotheke allerdings wieder aufgegeben wurde. In dem Beitrag sind Aufnahmen von der Inneneinrichtung zu sehen (https://digitaler-lesesaal.bundesarchiv.de/video/35231/686576).
Mitte der 1960er Jahre wurde im ersten Stock eine Jugendherberge mit 40 Schlafplätzen und Tagesräumen eingerichtet. Seit dem befindet sich auch die Verwaltung der Stadt Schnackenburg in dem Gebäude. Später wurden die übrigen Räumlichkeiten zur Wohnnutzung ausgebaut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/30878318/3/-/).
© 2026 Stephan Prieß
The community building in the town of Schnackenburg was built around 1800 and served as the town's pharmacy for several decades, at least from the early 20th century onwards. The pharmacy sign is already visible above the entrance on a postcard postmarked in 1902 (https://www.wendland-archiv.de/details/Apotheke/41039).
In the early 1950s, pharmacist W. Sames operated the "Anker-Apotheke" in Schnackenburg. Over time, the pharmacy experienced various ups and downs, as evidenced by the following contemporary accounts. An article in the Illustrierte Berliner Zeitung dated January 19, 1957, states: "One man who refuses to be daunted is Wernher Molle, a late returnee from the war. Unwilling to share his father's pharmacy in Bremen with his siblings, he ignored all warnings and purchased the abandoned pharmacy in Schnackenburg. Doctors from a village ten kilometers away hold their consultation hours at his premises, as Schnackenburg has long been without a resident physician." A 1962 Deutschlandspiegel report notes—starting at the 4:00 mark—that the pharmacy was ultimately abandoned. The segment includes footage of the interior (https://digitaler-lesesaal.bundesarchiv.de/video/35231/686576).
In the mid-1960s, a youth hostel with 40 beds and day rooms was established on the first floor. Since then, the building has also housed the administration of the town of Schnackenburg. Later, the remaining rooms were converted for residential use. The building is a listed historic monument (https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/metadata/30878318/3/-/).
© 2026 Stephan Prieß
| Ort | Schnackenburg |
| Autor | Stephan |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern Straße/Verkehr Platz/Park |
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| Bildquelle | Wendland-Archiv |
| Urheber | Unbekannt |
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| Zugeordnete Touren | Einkaufen und Arbeiten/Shopping and Working Schnackenburg für Einsteiger/for Beginners |