Max Erwin Levy um 1930
Aus Friedrichstadt kam nach dem 1. Weltkrieg Leo Levy nach Segeberg und heiratete hier die Einheimische Toni Levy. Sie zogen in die Hamburger Straße 15/17 und betrieben einen Fellhandel. 1922 kam der Sohn Max Erwin zur Welt, 1927 erhielt er eine Schwester mit dem Namen Resi. Das Kind starb aber bereits 1929.
Daraufhin verließen die Levys die Stadt und zogen nach Ratzeburg. Max Erwin besuchte hier eine Höhere Schule. 1936 beobachtete er einen Umzug der Nazis. Ein Hitler-Junge schlug ihn daraufhin schwer zusammen, weil es einem Juden verboten war zuzuschauen. Max Erwin behielt von diesem Vorfall lebenslänglich Kopfschmerzen.
Von Ratzeburg ging er dann an die Talmud-Tora-Schule in Hamburg, während seine Eltern nach Eindhoven (Niederlande) 1938 auswanderten. Max Erwin besuchte sie hier noch, emigrierte dann aber nach Palästina. Obwohl hochintelligent und mit guten Berufsaussichten verbrachte er sein ganzes Leben quasi auf der Flucht, wechselte immer wieder die Berufe und litt sein Leben lang an psychosomatischen Beschwerden. Kurz vor seinem Tod 1988 besuchte er 1986 noch einmal seine Geburtsstadt Bad Segeberg.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
| Kategorien | Tourismus Erinnern Synagoge |
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| Bildquelle | Lübecker Nachrichten Segeberger Ausgabe |
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