Adolf und Emil Goldstein um 1912
Der jüdische Bäcker Louis Goldstein hatte die Christin Luise Stuft geheiratet. Aus der Ehe gingen drei Töchter und zwei Söhne hervor. Die Jungen kamen 1912 (Adolf) und 1914 (Emil) zur Welt. Alle Kinder wurden christlich getauft und hatten keinen Bezug zum Judentum. Für die Nazis aber kamen sie aus einer „Mischehe“ und galten deshalb als Halbjuden.
So musste Adolf Goldstein schon 1933 den Polizeidienst aufgeben und sich als Musiker durchschlagen.
Noch 1945 verpflichteten die Machthaber ihn zur Zwangsarbeit auf einem Flugplatz bei Zerbst (Sachsen-Anhalt). Er konnte von hier im April 1945 fliehen, starb aber bereits 1947.
Sein jüngerer Bruder Emil erlernte das Friseurhandwerk und konnte bis 1939 in dem Beruf selbständig arbeiten, danach nur noch als Angestellter. Im Mai 1944 zog man ihn ebenfalls zur Zwangsarbeit ein. Er wurde zu Aufräumarbeiten der Kriegsschäden in Wedel eingesetzt. Nach einem bei der schweren körperlichen Arbeit erlittenen Leistenbruch wurde er im Oktober 1944 aus dem Zwangsarbeiterlager entlassen.
| Ort | Bad Segeberg |
| Autor | Tourist-Info Se... |
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