Stadtteilbrunnen um 1995
1979 beschloss der Gemeinderat Müllheims im Rahmen eines Brunnenwettbewerbs, dem zweiten Preisträger Leonard Eder aus Rheinfelden den Auftrag zur Gestaltung einer Brunnenanlage vor dem alten Rathaus in der Werderstraße zu erteilen. Eders Entwurf zeigt eine konzentrisch ausstrahlende Bodenplastik. Mit einer leichten Neigung zur Mitte hin verlaufen 7 Steinlinien zum Zentrum, wo das Wasser aus Fontänen austritt. Der Brunnen soll die Stadt Müllheim mit ihren Stadtteilen symbolisieren. Die Brunnenplastik mit den Höckern lädt Fußgänger zum Ausruhen ein. Sie besteht aus grünem hessischen Granit.
Der Bildhauer Leonard Eder stammt aus Ungarn. Nach einer Ausbildung zum Steinmetz und Bildhauer besuchte er in Freiburg eine Meisterschule und eröffnete 1959 in Rheinfelden seine eigene Werkstatt. Die Figuren der Müllheimer Rosenburg-Sage bei der Sparkasse sind auch sein Werk.
Das Preisgericht hatte Werner Berges für seinen Brunnenentwurf den 1. Preis verliehen. Dieser zeigte einen überdimensionalen Wasserhahn. Das ausströmende Wasser sollte auf einen in einer Steinplatte eingelassenen runden Siphon fallen.
Die Entscheidung des Preisgerichts führte aber im Gemeinderat zu einer Grundsatzdebatte. Er schloss sich mehrheitlich nicht dem Votum des Preisgerichts an und entschied sich für den Brunnenentwurf von Leonard Eder. Das Gremium wünschte sich „keine“ harte, sondern eine lebendige, unkonventionelle Lösung. Das Prinzip der Maßstäblichkeit, das in der Architektur anerkannt ist, so der Gemeinderat, solle auch in der bildenden Kunst gelten.
| Ort | Müllheim im Markgräflerland |
| Autor | Müllheim Tourismus |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern |
| Suchbegriffe / Tags | |
| Lizenz | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle | Markgräfler Museum Müllheim |
| Urheber | Verlag Schöning Lübeck |
| Urheber Vergleichsbild | |
| Lizenz Vergleichsbild | Alle Rechte vorbehalten |
| Bildquelle Vergleichsbild | Lukas Müller |
| Zugeordnete Touren | Müllheimer Brunnenweg |