Kontakt zur Heimat um 1998
Das während der Konversion abgebrochenen Gebäude war eine Niederlassung der US-Mail. Dort dienten Soldaten in Uniform, die spezialisiert für den Postdienst waren. Sie übergaben die Sendungen an die U.A. Mail. Dies war die Verbindungsstelle zur zivilen Post. Militärangehörige konnten hier innerhalb der Kaserne ihre private Post abwickeln.
Post für die GIs: Ein Stück Heimat in der Kaserne, das war wichtig für die Moral der Soldaten.
Der Kontakt lief über sogenannte APO-Adressen (Army Post Office), ein eigenes Militärpostsystem, das die Post innerhalb der militärischen Strukturen sicherstellte.
Die Postämter boten neben dem normalen Brief- und Paketversand auch andere Dienstleistungen an, wie den Verkauf von Briefmarken und Einschreiben. Das alles war durch das NATO-Truppenstatut geregelt, das besagte, dass die Militärpost des Stationierungsstaates das Sagen hatte.
Während des Kalten Krieges, als die US-Kasernen in Deutschland ein wichtiger Teil der NATO-Verteidigungsstrategie waren, spielten die Postämter eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der vielen Soldaten und ihrer Familien. Die Postorganisation spiegelte die militärische Organisation wider, und viele Military Post Office bedienten auch die diplomatischen Vertretungen der USA.
Mit dem Rückgang der US-Truppen in Deutschland wurden auch weniger Postämter benötigt. Aber auch heute gibt es noch amerikanische Militärpostämter in Deutschland.
| Ort | Augsburg |
| Autor | Regio Augsburg ... |
| Kategorien | Stadtbild Erinnern |
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