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Future History: Smartphone Tourismus, Erinnerung 2.0 und Stadtbildveränderungen

Ein neues System aus Internetportal und App macht es möglich, Erinnerung und verborgene Geschichte vor Ort einzublenden – mit einzigartigen Mitwirkungsmöglichkeiten für Stadtführer, Vereine, Schulklassen und weitere Autoren. Smartphone Tourismus und Erinnerung 2.0 sind die Felder, auf denen das Future History System sicherlich viel zur Weiterentwicklung beitragen kann.

 

Wer sich schon immer gefragt hat, wie es an seinem Heimat- oder Urlaubsort wohl aussieht, wenn er die Uhr um 50, 100 oder 150 Jahre zurückstellt und in die Historie zurückreist. Für den ist das neue www.future-history.eu Portal und die gleichnamige Future History APP genau das, wonach er gesucht hat.

 


Stadttheater Freiburg Vor-Ort-Einblendung auf Smartphone

In immer mehr Städten in Deutschland wird es damit nun möglich, das Hier und Jetzt mit dem Stadtbild vergan­gener Epochen zu vergleichen. Während die APP auf dem Smartphone oder Tablet direkt vor Ort passende historische Bilder einblendet, können im Internetportal unabhängig vom Standort virtuelle Zeit­reisen mit Bildgegenüberstellungen gestartet werden. Einzigartig wird das System dadurch, dass es offen ist für alle, die ihre eigene Bilder in das Portal einstellen möchten und somit Erinnerung und Stadtgeschichte vor Ort sichtbar werden zu lassen.

 

Besonders interessant ist die Nutzung von Future History für Anbieter von Stadtführungen durch die in der App beinhaltete Tourenfunktion. Sowohl Touren für geführte Gruppen als auch selbstgeführte Touren für Individualreisende können im Future History Portal erstellt werden. Das Angebot an Touren beinhaltet momentan Städte wie Freiburg, Wies­baden, Karlsruhe, Köln, Halle oder Sigmaringen.

 

In den Bereichen Stadtbild, Denkmalschutz und Rekon­struktion haben engagierte Bürger und Vereine wie Stadtbild Deutschland e.V. über das Future History Portal und die APP völlig neuartige Möglich­keiten, städtebauliche Entscheidungen kritisch zu begleiten und das Bewusstsein für ihre Anliegen zu vertiefen.

 

Große mediale Aufmerksamkeit erfährt das Schulprojekt „Erinnerung sichtbar machen – 80 Jahre Reichspogrom­nacht 2018". Der von der Internet-Lehrerplattform Zum.de initiierte Wettbewerb ruft Schulklassen bundesweit dazu auf, Synagogen und ehemaliges jüdisches Leben in ihrer Heimatstadt sichtbar zu machen durch Einstellen des Bildmaterials in die Future History Datenbank. Nach dem Start des Projektes mit der Auftaktveranstaltung in Freiburg am 03. April hoffen die Initiatoren auf eine Teilnahme möglichst vieler Schulen am Wettbewerb, um auf diese Weise einer jüngeren Generation einen persönlichen Zugang und Mitwirkungs­möglichkeiten zu schaffen beim Gedenken an das jüdische Leben in Deutschland.